ttt assange

Jennifer Robinson, Anwältin von Julian Assange in der ARD-Reportage (Screenshot)

Trotz des eisigen Schweigens aller demokratischer Regierungen in Europa, scheinen sich Journalisten zunehmend mit den eklatanten Menschenrechtsverletzungen Großbritanniens im Fall Assange zu beschäftigen.

Es gibt aktuell eine Reportage in der Sendung ttt auf dem Ersten und eine weitere aktuelle Hintergrundreportage auf ARTE. Gemeinsam ist beiden Sendungen, das Entsetzen über die Behandlung des Wikileaks-Gründers. Es werden hochkarätige ehemalige, amerikanische Geheimdienstchefs wie Hayden oder Strategen wie Weinstein befragt, der ecudorianische Außenminister, und der ehemalige Consul von Ecuador, der sich jetzt für Assange einsetzt.

In der ARD-Reportage geht es vor allem um psychologische Folter, die Assange erleidet, wobei die Einzelhaft in dem Londoner Sicherheitsgefängnis die Fortsetzung der Isolierung in den letzten Jahren der ecuadorianischen Botschaft darstellt. Assange ist psychisch schwer gezeichnet.

Bei den angelsächsichen Medien gibt es eine kollektive Weigerung (Guardian, NYT, Sydney Times, etc) den Bericht des UN-Sonderberichterstatters für Menschenrechte, Nils Melzer,  über die Folterfolgen, die Assange erlitten hat, zu veröffentlichen.

Einen ausführlichen Hintergrundbericht darüber gibt es bei heise-online.

Ein demokratisches Komplott gegen Assange wird immer wieder nahegelegt, wobei die Hauptinteressenten an der Beseitigung Assanges, die USA, Unterstützung von Schweden und Großbritannien sowie Ecuador bekommen. Im Prinzip bestätigen sogar die amerikanischen Demokraten, dass sie inzwischen gegen die Meinungsfreiheit sind. Richtig gehört! Eine Sprecherin der Demokraten drückt sich in der ARTE-Reportage tatsächlich so aus!