Junge Männer überwinden den Zaun zu Mexiko

Hauptsächlich junge Männer aus Honduras durchbrechen die Grenze zu Mexiko gewaltsam. Ihr Ziel ist die USA. (Screenshot 2018)

Sönke Paulsen, Gedächtnisbüro Berlin

Wer steckt hinter der Via Crucis, dem Flüchtlingszug aus Honduras, der derzeit durch Mexiko geht, mit dem Ziel, die Grenze der USA zu überwinden?

Passend zu den amerikanischen Midterms marschieren derzeit bis zu zehntausend „Flüchtlinge“ durch Mexiko, um die amerikanische Grenze, notfalls mit Gewalt zu überqueren. Es liegt bei dem zweiten Marsch dieser Art, der von der Organisation „Pueblo Sin Fronteras“ des gebürtigen, mexikanischen Aktivisten, Irineo Mujica, in diesem Jahr organisiert wurde, nahe, dass es sich um einen Protestmarsch gegen die Immigrationspolitik von Donald Trump handelt.

Man darf also recherchieren, wer die Hintermänner dieser Aktion sind.

Eine Recherche ist wohlgemerkt kein Beweis und auch keine schlüssige Indizienkette, wiewohl sich irgendwann eine solche auch aus einer Recherche ergeben kann.

Dennoch gibt es zwei extrem einflussreiche Organisationen, die ein hohes Interesse daran haben, Trump mit seiner Migrationspolitik in Bedrängnis zu bringen. Das eine ist die demokratennahe Clinton-Foundation, die unter der Kontrolle von Bill und Hilary Clinton eine Vermögen von 40 Milliarden Dollar verwaltet und das andere ist der mexikanische Milliardär und aktuell drittreichste Mann der Erde, Carlos Slim, mit seiner Slim-Foundation, die in den letzten Jahren eng mit der Clinton-Foundation zusammenarbeitete.

Nebenbei bemerkt war 2016 Carlos Slim der größte ausländische Unterstützer von Hilary Clinton bei den Präsidentschaftswahlen und soll die Demokraten mit etlichen Millionen Dollar unterstützt haben.

Beide Stiftungen, Clinton und Slim unterzeichneten persönlich und gemeinsam, haben gerade ein hunderte Millionen Dollar schweres Entwicklungsprogramm für Honduras freigegeben, in dem sie kooperieren, um dem Land auf die Beine zu helfen. Honduras ist das zentralamerikanische Land, von dem die Märsche auf die USA im Frühjahr und jetzt im Herbst ausgegangen sind.

Carlos Slim steht allerdings seit der Flüchtlingskrise in Europa 2015 noch unter einem anderen Verdacht. Er soll als Besitzer des österreichischen Telekommunikationskonzerns A1, die massenweise Verteilung von neuen Smartphones an Flüchtlinge in Österreich veranlasst und damit die Flüchtlinge zu ihrem Zug nach Deutschland ermutigt haben. Auch dieser Verdacht ist bisher nicht erwiesen, wenn er auch schon 3 Jahre alt ist und somit mit der aktuellen Eskalation in Mittelamerika nichts zu tun haben kann. Slim selbst stammt aus einem libanesischen Familienklan, der Anfang des letzten Jahrhunderts nach Mexiko eingewandert ist.

Die Frage, warum die mexikanischen Behörden den Grenzübertritt an der Südgrenze Mexikos geduldet haben, nachdem der Marsch mit dem Namen Via Crucis (Kreuzweg) die Grenzbefestigungen gewaltsam überwunden hat und dann von der Grenzpolizei wieder zurückgedrängt werden konnte, stellt sich ebenfalls. Der Direktor der NGO, Irineo Mujica, sitzt in Untersuchungshaft, aber der Zug marschiert weiter.

Hier gibt es eine Veröffentlichung aus einem mexikanischen Blog, der sich völlig unabhängig von dem derzeitigen Flüchtlingsmarsch mit dem Bruder des ehemaligen, mexikanischen Präsidenten, Carlos Salinas beschäftigt, der in den USA wegen diverser Verbrechen im Zusammenhang mit einem Drogenkartell, angeklagt ist und angeblich von der Clinton Foundation und der Slim-Foundation mit einem Millionenbetrag freiigekauft werden soll. Die Verhandlungen sollen im September dieses Jahres noch nicht abgeschlossen gewesen sein. Der Blogger Lopez beruft sich dabei auf Insider-Informationen aus der amerikanischen Justiz. Carlos Salinas ist nach wie vor einflussreich in Mexiko, da auch seine Partei die PRI immer noch Regierungspartei in Mexiko ist.

Wer jetzt schon eins und eins zusammenzählen möchte, ist sicher etwas zu früh dran. Eine Recherche im Internet ist noch kein Beweis für die Verwicklung von Clinton und Slim in die derzeitige Flüchtlingskrise, die in den USA heraufbeschworen wird. Aber die aktuellen Verbindungen zwischen den Clintons mit Mexiko und Honduras sind eindeutig und von einer eindeutigen Vorteilsgabe an die Länder geprägt. Die amerikanischen Demokraten haben aktuell ein hohes Interesse an einer virulenten und dramatischen Flüchtlingskrise, da die Midterms anstehen und Carlos Slim gilt schon seit Längerem als Überzeugungstäter in Sachen offener Grenzen und Migration, hat mutmaßlich auch die Flüchtlingskrise in Europa unterstützt.

Es darf also weiter recherchiert werden!

In den USA gibt es allerdings schon einige aussagekräftige Recherchen, die durchaus so seriös sind, nicht den gesamten illegalen Immigrationskomplex, der überwiegend von linksgerichteten Organisationen in den USA und Mittelamerika organisiert wird, allein auf die Organisationen von George Soros zu reduzieren.

Tatsächlich ist eine wichtige Keimzelle, der jetzigen Aktivisten, die auch den Via Crucis Marsch organisiert haben, die Familia Latina Unida, die zusammen mit anderen Organisationen wie Catholic Legal Immigration Network, the American Immigration Council, the Refugee and Immigrant Center for Education and Legal Services, and the American Immigration Lawyers Association das CARA Netzwerk bildet, das unter anderem eben auch von der Open Society Foundation unterstützt wird.

Wichiger aber erscheint der derzeitige politische Hintergrund, der eine enge Zusammenarbeit mit den amerikanischen Demokraten ermöglicht, die zuvor unter Obama nicht in dem Umfang möglich erschien. Schließlich sind die meisten dieser Organisationen in den USA illegal, da sie explizit für illegale Migration aus Mittelamerika werben.

Genau hier fehlen die Recherchen, die auch schwierig werden dürften, weil die Clintons ebenso wenig Interesse daran haben dürften, mit illegalen Migranten-Organisationen in Verbindung gebracht zu werden, wie der Multimilliardär Carlos Slim mit seiner Stiftung. Gleichwohl lebt das politische Kalkül der Clintons von einer sehr öffentlichkeitswirksamen Migration aus Mittelamerika, die sich gegen Trumps Politik der starken Grenzen richtet.

Interessanter Ansatz weiterer Recherchen könnte die Verwicklung der Methodisten (hier besonders der Chicagoer Methodisten) in das CARA-Netzwerk sein. Hilary Clinton ist überzeugte lebenslange Methodistin und hat ausgezeichnete Beziehungen zu diversen Methodisten-Gemeinden. Ihre eigentliche Heimatgemeinde aber ist die First Methodist Church in Chicago, nicht weit entfernt von der Lincoln Methodist Church, in der die Fäden der illegalen Immigration in Amerika zusammenlaufen.

Weitere Recherche erforderlich?

Ganz sicher!