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Screenshot Livebericht Ruptley vom 09.09.2018

 Sönke Paulsen, Gedächtnisbüro Berlin

In Köthen versammelten sich heute Abend etwa zweitausend Menschen nach einem Trauermarsch für den getöteten 22-Jährigen, der von einem polizeibekannten afghanischen Intensivtäter totgeprügelt wurde.

Wer den Medien glauben wollte, erwartete gegen 19.00 eine große Menge wildgewordener Neonazis, die die Stadt unsicher machen würden. Das Polizeiaufgebot war dementsprechend.

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Eine Kamerafrau (rechts) geht völlig natürlich und unbehelligt durch die Menge

Stattdessen kam sehr viele junge Menschen, normalen Aussehens, verhielten sich ruhig, klatschten, wenn die Redner (unter anderem der AfD) die derzeitige Migrationspolitik scharf angriffen, aber auch, als einzelne Redner zum Widerstand gegen das Unrechtssystem aufriefen und von einem Krieg gegen die Deutschen sprachen.

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Ganz normale junge Leute, die die Migrationspolitik satt haben

Der Minimalkonsens sei nun mal Deutschland und wir müssten endlich zusammenhalten und uns gegen die Migration wehren, insbesondere dann, wenn sie eine ansteigende Gewaltkriminalität und Angst hervorruft.

Wer die Live-Übertragung von Ruptley verfolgte bekam so gar nicht den Eindruck eines Mobs, sondern viel eher junger und vernünftiger Leute, für die das Maß voll ist.

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Schweigeminute auf dem nicht genehmigten Trauermarsch

Dennoch soll nicht unterschlagen werden, dass geschätzt zehn Prozent Neonazis unter den 2500 Teilnehmern waren. Die haben sich dann nach Abschluss der Hauptkundgebung auch lautstark in Szene gesetzt, mit Rufen wie:

„Nationaler Sozialismus jetzt, jetzt, jetzt“ und „Wer hat uns verraten, Demokraten!“

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Glatzköpfe gab es, aber eher wenige und ob das alles Nazis waren?

Denen ist egal, dass viele Demokraten gegen Zuwanderung sind, insbesondere gegen islamische Zuwanderung.

Laut Deutschlandfunk habe es Übergriffe gegen die Presse gegeben. Vielleicht ein kleines Wortgefecht? Der Livebericht von Ruptley zeigte solche Auffälligkeiten nicht. Eine eher friedliche Kundgebung.

Wie gesagt, der Minimalkonsens ist Deutschland, national, vielleicht sozialistisch, aber nicht nationalsozialistisch. Dafür gab es in Köthen keinen Beifall.