#unteilbar

Sönke Paulsen, Gedächtnisbüro Berlin

Nach ihrem beeindruckenden Großaufmarsch am letzten Wochenende haben die Organisatoren der #unteilbar-Demo, die in Berlin fast eine Viertel Million Menschen auf die Straße brachten, medial kräftig Federn gelassen.

Ein Artikel der Welt berichtet über das unappetitliche Sammelsurium, das da „gegen Rechts“ durch die Straßen zog, antizionistische Gruppen eingeschlossen, die lautstark gegen Israel Front machten. Allerdings konnte man sich natürlich denken, dass eine so große Demonstration gegen rechte Politik auch vor der rechts-konservativen Regierung Netanjahus nicht halt macht. Warum auch?

Aber eines war geradezu verräterisch. Die Veranstalter erklärten Deutschland-Fahnen als unerwünscht.

Die Deutschlandflagge sei nicht verboten gewesen, wie es ein Sprecher ausdrückte, aber die Deutschlandflagge wolle man nicht. Es gab Pöbelleien und Drohungen gegen eine „nicht rechte Organisation“, die die Deutschlandfahne mitführte, ganz im Sinne der Veranstalter.

So wurde, ob gewollt oder nicht, aus einem bewegungsübergreifenden Marsch „gegen Rechts“ eine indirekte Demonstration gegen Deutschland.

Die Frage stellt sich, wer auf dieser Demonstration gegen Deutschland, auf der sogar die Deutschlandfahne als unerwünscht galt, mitmarschierte und wer sich distanzierte?

Zuvorderst distanzierte sich Sarah Wagenknecht, was einigen aus der Sammlungsbewegung nicht passte, die dann trotzdem mitmarschierten.

Mit dabei waren die Vorsitzenden der Grünen, Göring-Eckardt und Hofreiter. Immerhin wurde die Demonstration gegen Deutschland offiziell von den Grünen und den Linken unterstützt, während Andrea Nahles zumindest als Person zur Teilnahme aufrief.

Außenminister Maaß zeigte sich ebenso erfreut über die Demonstration wie der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert.

Deutschland scheint in Deutschland extrem unbeliebt zu sein – aber stimmt das?

Auf der Demo war das zumindest so. Man warb für offene Grenzen für alle und mit Deutschland wollte man nichts mehr zu tun haben.

Sehr zugespitzt ausgedrückt, marschierten am letzten Wochenende eine Viertel Million Staatsfeinde durch das Berliner Regierungesviertel, beklatscht von den etablierten, linken Parteien, deren Funktionäre teilweise sogar in der Regierung sitzen.

Was soll daran gut sein?