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Foto: Wikipedia. Clinton und der Libysche Präsident Magaraiif  in froher Erwartung kurz vor dem libyischen Bürgerkrieg 2012

Sönke Paulsen, Gedächtnisbüro Berlin

Die amerikanischen Interventionisten haben in diesem Jahrzehnt unendlich viel Schaden für die Europäische Union angerichtet. Warum wehrt sich Brüssel nicht gegen die amerikanischen Neokonservativen. Warum wird die führende Neokonservative Clinton überall in den europäischen Leitmedien unterstützt?

Mit Clinton würden die amerikanischen Neokonservativen erneut in das Weiße Haus einziehen. Gemeint sind genau die politischen Kräfte, die in der Bush-Präsidentschaft die arabische Welt in Chaos und Instabilität gestürzt haben. Auch wenn die Präsidentschaft Bushs bald 10 Jahre zurückliegt, sind es Politker, die uns bereits aus dieser Zeit bekannt sind, wie Victoria Nuland, die unter Clinton als Außenministerin gehandelt wird, welche sowohl unter Bush, als auch unter Clinton, in ihrer Zeit als Außenministerin, dieselbe destruktive Politik der Destabilisierung der arabischen Welt vorangetrieben haben.

Nuland, die mit dem Kopf der amerikanischen Neocons, Robert Kagan, verheiratet ist, war auch eine der Akteure, die uns den Putsch in Kiew und das Zerwürfnis mit Russland eingebrockt haben.

Die Ideologie der Neokonservativen ist, die Welt soweit zu destabilisieren, dass Amerika schließlich die Rolle des globalen Gestalters, auch mit militärischen Mitteln, zukommt.

Genau diese Politik hat uns Europäern schwer geschadet! Die Ukraine-Krise und die Konfrontation mit Russland (das nach dem Willen der Neocons ebenfalls destabilisiert werden soll) und noch viel mehr der Flächenbrand in der arabischen Welt sind unmittelbare Folge der neokonservativen Politik.

Die Flüchtlingskrise, die wir hier bewältigen müssen, der IS-Terrorismus, der im Irak, während der Besetzung durch die amerikanische Koalition der Willigen entstanden ist und die Zerstörung Libyens und Syriens sowie des Iraks sind direkte Folge der neokonservativen Politik aus Washington.

Es ist für mich schwer zu begreifen, wie all das in unseren Medien ausgeblendet wird und der Wahlkampf der derzeit führenden amerikanischen Neokonservativen, Hilary Clinton, mit voller Kraft von den deutschen Leitmedien unterstützt wird.

Schwer zu verstehen, warum die EU sich gegenüber Amerika so schwach und hilflos verhält und dem schädlichen amerikanischen Interventionsimus, der mit Clinton wieder ins Weiße Haus einziehen wird, nicht einmal deutlich benennt.

Sind wir ein Gebilde von amerikanischen Satelliten-Staaten?

Wir bräuchten eine eigene Politik, die nicht der Washingtons hinterher hechelt. Wir brauchen eine eigene Verteidigungsfähigkeit unabhängig von Amerika. Wir brauche eine eigene geostrategische Positionsbestimmung, die uns nicht aus Washington diktiert wird.

Wo bleibt all das?