Sönke Paulsen, Gedächtnisbüro Berlin

Vertuscht wird bei einer Reihe von drei homophoben Überfällen am Wochenende in Berlin mal wieder der  mutmaßliche religiöse und kulturelle Hintergrund der Täter. Am Hermannplatz war der Angriff gegen einen Homosexuellen durch eine ganze Familie mal wieder ganz besonders verdächtig auf einen Migrationshintergrund aus einem islamischen Land.

Die beiden anderen Angriffe im Tiergarten und in der Motzstraße zeigen zu wenige Tätermerkmale, als dass man sich hier ein Urteil erlauben kann. Homophobie kommt aber in Berlin besonders bei unseren „geschützten“ Minderheiten vor, denen gegenüber in jedem Falle Toleranz bestehen soll, auch wenn sie sich immer heftiger daneben benehmen.

Eine äußerst zwiespältige Politik und deshalb würdig in den „rassistischen Wochenspiegel“ aufgenommen zu werden.