Sönke Paulsen, Gedächtnisbüro Berlin

Eigentlich habe ich jedes Jahr zu Halloween unsere Kinder durch den Wohnblock begleitet, wenn sie mit gruseligen Masken die Bewohner um Süßigkeiten erleichtert haben. Ein spaßiges Spiel war das, Jahr für Jahr. Manche haben echt so getan, also ob sie sich fürchten.

Dieses Jahr war das Letzte, denn es stimmt etwas nicht mehr bei uns.

Einige Anwohner waren schon ziemlich nervös, als wir kamen, machten die Tür nur einen Spalt auf und bestanden darauf, im Treppenhaus Licht anzumachen, damit sie uns deutlich sehen konnten. Das passierte innerhalb einer Stunde mehrfach.

Um uns herum wurden Feuerwerkskörper gezündet und dann kamen sie, die unverkleideten Halbstarken, die es sich offensichtlich zur Aufgabe gemacht hatten, an diesem Abend den Wohnblock unsicher zu machen.

Eine Gang von Dreizehnjährigen war besonders beeindruckend. Sechs Jungs hatten alle den gleichen Parka an. Bevor sie mich sahen schubsten Sie unsere Kinder und ihre Freunde beiseite und zeigten erhebliches Machtgehabe. Die Kinder vergaßen vor Schreck ihre Tüte mit Süßigkeiten und rannten davon. Erst als ich um die Ecke kam, beruhigten sich die angehenden Machos. Alles bekannte Türken aus unserem Block, alles Kinder von braven Familien. Warum sind die Kinder dann so unsympathisch und aggressiv?

Fünf Minuten später kam die nächste Türken-Gang um die Ecke, Allah-Allah rufend, warfen sie Feuerwerkskörper auf die Straße, so als wollten sie schon mal für das erste islamistische Attentat üben. Auch die unverkleidet und so zwischen dreizehn und vierzehn.

Warum müssen türkische Jungs eigentlich regelmäßig Gangs bilden, ihre Macht demonstrieren und andere Kinder einschüchtern?

Gehört das zur Standard-Sozialisation von Türken? Einige von denen kannte ich noch aus dem Kindergarten. Da waren sie sogar noch nett. In unserem Block wohnen doch eigentlich anständige Familien, keine Assis. Was denken die Eltern von denen, welche Sorte Kinder dabei herauskommen?

Vermutlich wird das Halloween-Ritual bei uns im nächsten Jahr nicht mehr stattfinden und die Bewohner werden ihre Türen immer öfter geschlossen halten. Wer will schon eine Türken-Gang vor der Tür stehen haben, die die anderen Kinder beiseite schubst und versucht das Geschehen zu kontrollieren?

Schade, aber genauso ist es gewesen.

PS: Sieht so aus, als sei mein Bericht mal wieder lächerlich harmlos, woanders ging es ganz anders ab. Sogar der Spiegel berichtet über die Ausländergewalt. Die Berliner Zeitung berichtet über Vorgänge in Berlin Schöneberg am gleichen Abend unweit unseres Wohnblockes.