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Foto: Twitter

Sönke Paulsen, Gedächtnisbüro Berlin

Fassungslosigkeit in Köln. 50 000 Demonstranten demonstrieren für Erdogan! Viele fordern die Einführung der Todesstrafe.

Auch wenn die Demonstration der Erdogan-Unterstützer heute in Köln friedlich blieb (die vielen Warnungen im Vorfeld, auf Gewalt zu verzichten, taten ihre Wirkung), hinterlässt sie die Deutschen fassungslos und frustriert.

Einer postete bei Twitter, dass diese Demonstration an Freilandhühner erinnere, die für Käfighaltung demonstrieren. Ob dann tatsächlich jemand in den türkischen Käfig umziehen möchte, darf bezweifelt werden.

Ein Polizist brachte es auf den Punkt. Gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger sagte er: „Ich kann das nicht nachvollziehen. Die Türken in Deutschland nutzen alle demokratischen Rechte um für einen Autokraten zu demonstrieren, der die Demokratie in ihrer Heimat endgültig abschaffen will.“

Viele Demonstranten forderten zudem die Todesstrafe und mussten von den Veranstaltern beruhigt und beschwichtigt werden. Junge Mädchen riefen, dass Erdogan wie ein Vater für sie sei. Man fragt sich, wo sie diese Gehirnwäsche bekommen haben.

Die Frage, was Türken und türkischstämmige Leute in Deutschland umtreibt, kann man nach wie vor schwer beantworten, Demokratie ist es jedenfalls nicht – und gelernt haben sie, politisch gesehen, bei uns auch nichts.